Langzeit-Sauerstofftherapie
Laut einer schwedischen Studie kann die Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT) bei Patienten mit chronischer Hypoxämie, z. B. aufgrund von COPD, auf 15 Stunden täglich begrenzt werden, ohne negative Auswirkungen auf Symptome, Lebensqualität, Krankenhausaufenthalte oder Sterblichkeit.1 Die lebensverlängernde Wirkung der LTOT wurde erstmals in den 1970er Jahren durch randomisierte Studien nachgewiesen, die eine mögliche Überlebenssteigerung durch eine 24-Stunden-Therapie zeigten.2, 3 Seitdem fehlten weitere randomisierte Untersuchungen.
Die retrospektive Analyse von Zainab Ahmadi et al. (2016) deutete bereits darauf hin, dass eine Begrenzung der Sauerstofftherapie auf 15 Stunden täglich keine negativen Auswirkungen hat.4 Die Universität Lund (Schweden) überprüfte dies in der REDOX-Studie mit einer randomisierten, kontrollierten multizentrischen Methode.1
In der REDOX-Studie wurden 241 Patienten mit chronischer Hypoxämie aus 20 Krankenhäusern in zwei Gruppen randomisiert: 15 Stunden Sauerstofftherapie täglich (124 Personen) oder 24 Stunden täglich (117 Personen). Die Studiendauer betrug ein Jahr, mit hoher Compliance in beiden Gruppen. Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen bezüglich1:
- Krankenhauseinweisungen
- Sterberisiko
- Lebensqualität, körperlicher Aktivität, Symptomen oder Müdigkeit.
Die 15-Stunden-Therapie, primär nachts angewandt, erwies sich als sicher. Dies reduziert mögliche Nebenwirkungen, z. B. Trockenheit, Reizungen der Atemwege, verbessert die Alltagstauglichkeit der Therapie und ist besonders relevant für ältere, multimorbide Patienten. Die Studie reflektiert aktuelle Patientenprofile und bestätigt, dass eine kürzere Sauerstofftherapie praktikabel und sicher ist.
Sauerstoffversorgung auf ärztliche Verordnung
Sauerstoffsysteme können zuhause auf ärztliche Verordnung eingesetzt werden. Eine konsequente LTOT, basierend auf dem vom Lungenfacharzt ermittelten Bedarf, ist essenziell, um bei chronischen Erkrankungen, bspw. bei Herz- und Lungenerkrankungen, COPD, pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH), das Leben zu verlängern, Atemnot zu lindern und das Herz zu entlasten. Der Facharzt ermittelt auch, ob in Abhängigkeit von der Grunderkrankung und dem Bedarf eine intermittierende Sauerstoffversorgung ausreichend ist.
Während im Krankenhaus stets eine zentrale Sauerstoffversorgung zur Verfügung steht, erfolgt außerklinische Sauerstoffversorgung bei der LTOT mithilfe von stationären oder mobilen Sauerstoffkonzentratoren, tragbaren Druckflaschen oder Flüssigsauerstoff.
Mit dem passenden System zum Therapieerfolg
Stationäre Sauerstoffkonzentratoren erzeugen Sauerstoff mit einer Konzentration von 90–96 % aus Umgebungsluft und liefern bis zu 10 L/min, wobei sie
lediglich eine Steckdose benötigen. Die Sauerstoffzufuhr erfolgt meist über Nasenkanülen, die an unterschiedliche Applikationssysteme angepasst werden können. Anbieter wie die OxyCare Medical Group bieten eine umfassende Versorgung mit Sauerstoff und entsprechenden Systemen an.
Exemplarische Beispiele für die verschiedenen Systeme zur Sauerstoffversorgung
Die bundesweit tätige OxyCare Medical Group bietet eine große Auswahl an Sauerstoffkonzentratoren verschiedener Leistungsstufen an – z. B. EverFlo (Philips Respironics), Nuvo 10 (Nidel) sowie Compact 525KS oder Drive 1025KS (DeVilbiss) sowie eine Reihe von mobilen Konzentratoren verschiedener Hersteller mit unterschiedlichen Leistungen.
Deutschlandweite Versorgung
Die OxyCare Medical Group bietet deutschlandweit außer der kompletten Versorgung im Bereich der LTOT und einem 24h-technischen Service eine breite Palette an Beatmungssystemen, Geräten zur Hustenunterstützung und Inhalation sowie umfangreiches Zubehör an. Zudem wird die nötige Abwicklung mit den Krankenkassen übernommen. (mk)
Weitere Informationen dazu und zu präventiv-therapeutischen Maßnahmen für zu Hause unter www.oxycare.eu/de/sauerstoff/
1 Ekström M, Andersson A et al. N Engl J Med. 2024; 391: 977–88. DOI: 10.1056/NEJMoa2402638
2 Ann Intern Med. 1980; 93(3): 391–8. DOI: 10.7326/0003-4819-93-3-391).
3 Medical Research Council Working Party. Lancet 1981; 317(8222): 681–6. DOI: 10.1016/S0140-6736(81)91970-X
4 Ahmadi Z, Sundh J et al. PLoS One. 2016; 11(9): e0163293. DOI: 10.1371/journal.pone.0163293
5 Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (Hrsg.): S2k-Leitlinie Langzeit-Sauerstofftherapie. AWMF-Registernr. 020-002; Stand: 23.07.2020



